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Waren Sie schon einmal in Oberlauterbach? Noch nicht - dann wird es Zeit!
Das neu erbaute Haus verfügt über 8 modern eingerichtete und geräumige Zimmer. Jeweils 2 Zimmer teilen sich einen Sanitärbereich (DU/WC). Es stehen 29 Betten + 7 Aufbettungen zur Verfügung.
Weiterhin bieten wir: großen Saal - 80 Plätze, kleinen Saal - 30 Plätze, Schulungsraum 15 Plätze, Klassenzimmer sowie weitere kleine Räume, angrenzenden Park u. v. m.

„Wir brauchen die Natur, aber die Natur uns nicht.“ Wissensvermittlung uralter Überlebenstechniken und praktische Erprobung in der Natur. Referent: Thomas Hohl, Naturpädagoge
Anmeldung bis 17.02.12 - Teilnehmerbeitrag 4,- €

Streuobstwiesen gehören zu den besonders geschützten Biotopen in Sachsen. Sie prägen zudem unser Landschaftsbild in vielen ländlichen Regionen. Im Rahmen des Vortrages werden wir mit Ihnen z.B. alte und neue Apfelsorten, Trockenobst sowie verschiedene Obstsäfte und Obstweine sowie Edelobstbrände verkosten. Der Vortrag mit Verkostung dauert ca. 2-3 Stunden und ist für Familien sehr gut geeignet. Dies ist eine Veranstaltung in Verbindung mit der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt.
Anmeldung bis 22.02.12
Teilnehmerbeitrag für Erwachsene 10,- €, Kinder und Ehrenamtliche im Naturschutz 5,- €.

Das Seminar wendet sich an all diejenigen, welche Obstgehölze pflanzen oder vorhandene erziehen, auslichten oder verjüngen wollen.
Referent: Holger Weiner, Servicestelle Streuobst
Weiterhin erhalten Sie Informationen zu effektiven Mikroorganismen im Obstanbau von Agrar-Dipl.Ing. Guntram Preusche, Gartenbau Preusche.
Anmeldung bis 22.02.12
Teilnehmerbeitrag für Erwachsene 10,- €
Flyer und Anmeldung

Dank der Unterstützung der zahlreichen Anbieter und Organisatoren waren die Frühlingsspaziergänge 2011 ein großer Erfolg. Viele Menschen haben die angebotenen vielfältigen und interessanten Spaziergänge genutzt, in die Natur hinauszugehen, sich an ihr zu erfreuen und das eine oder andere Wissenswerte zu erfahren.
Wir möchten die Tradition der Frühlingsspaziergänge auch in 2012 fortführen und laden Sie herzlich ein, sich daran zu beteiligen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch in 2012 die Aktion mit vielen interessanten, lehrreichen, wissenswerten und schönen Angeboten bereichern würden. Schwerpunkt ist der Monat Mai, es können aber auch Spaziergänge in den Monaten April und Juni durchgeführt werden.
Anmeldungen sind bis 31. Januar 2012 möglich! Anmeldeformulare finden Sie unter folgenden Link.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Jürgen Geiser (Tel.: 03745 75105-40).
Filzen
Filz ist ein textiles Flächengebilde aus einem ungeordneten, nur schwer zu trennendem Fasergut. Es handelt sich bei Filz also um eine nicht gewebte Textilie.
Töpfern
Um Tonerzeugnisse zu formen, gibt es verschiedene Techniken: Bei der einfachsten werden Tonfladen zusammengesetzt und die Übergänge geglättet.
Spinnen
Spinnen ist, wie das Weben, eine der ältesten Techniken der Menschheit. Die Verfahren verfeinerten sich im Lauf der Zeit schrittweise und es entstanden Neue, um die Fäden herzustellen.
Korbflechten
Die Geschichte der Flechtkunst reicht bis in die Urzeiten der Menschheit zurück. Sie wird für eines der ältesten Handwerke gehalten. Dies begründet sich darin, dass bei ihr außer den Händen fast kein Werkzeug gebraucht wird.
Nordic Walking und vieles mehr
Der Einsatz von Stöcken macht aus Walking ein Training, bei dem zusätzlich die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht und somit der ganze Körper trainiert wird. Zusätzlich gibt es jedesmal Infos zur Natur (z.B. Kräuterkunde, Vogelstimmen u. v. m.) - lassen Sie sich überraschen.
Für alle Kurse:
- geeignet für für Anfänger und Fortgeschrittene
- Kurse sind aufeinander aufbauend
- Details auf Anfrage
Anmeldungen und Details unter:
E-mail:nuz@nuz-vogtland.de
Tel.: 03745 75105-0

Das Elektrofahrrad erobert das Vogtland!
Ob Elektrorad, Elektrofahrrad, E-Bike oder eBike, es ist ein Fahrrad mit eingebautem Elektromotor. Die Versorgung des Elektromotors mit elektrischer Energie erfolgt in der Regel über einen abnehmbaren Akku. Als Pedelec wird ein Elektrorad bezeichnet, dessen ...

Sie haben die Möglichkeit bei einem Naturerlebnis der besonderen Art dabei zu sein.
Die Einen nennen es Wildnistraining, die Anderen Wildnispadagogik, Naturpädagogik, Outdoortraining Survival oder Survivalismus bzw. Überlebenskunst. Es ist immer das Selbe.
Sie lernen alle Ihre 5 Sinne einzusetzen und die Natur hautnah zu erleben.
Genießen sie die einmaligen Tage, wir werden alles dafür tun, dass Sie den Alltag weit hinter sich lassen können.
Unser Ziel ist es nicht, Werbeveranstaltungen für Outdoor - Ausrüster zu veranstalten oder ein Trainingszentrum für Großexpeditionen zu sein. Wir möchten unseren Gästen ein Überleben in der freien Natur mit einfachsten Mitteln zeigen und dabei Verständnis für die einheimische Natur wecken. Das Arbeiten und Erleben in der Gruppe ist die Basis und ein entscheidendes Ausbildungsziel. Denn nur in Konfliktsituationen kann man die wahre Stärke eines Teams erkennen und auch festigen. Während des Trainings werden sie lernen welche Bedeutung ...
weitere Infos hierzu im Flyer der Wildnisschule von Thomas Hohl:

Für Wissenschaftler und Naturfreunde ist die Sensation perfekt: Über 100 Jahre nach ihrer letzten Sichtung ist die Wildkatze nach Sachsen zurückgeschlichen. Im Vogtland wurde erstmals ein totes Exemplar entdeckt.
Wildkatze steht im Rampenlicht: Im Natur- und Umweltzentrum des Vogtlandkreises in Oberlauterbach haben Experten eine sächsische Wildkatze präsentiert. Es handelt sich um den ersten Fund eines toten Tieres seit der Ausrottung ...

- Nisthilfen, Nistkästen
- Futterhäuser
- Insektenhotels
- Fledermauskästen
- u.v.m. aus Holz
Unsere Produkte sind alle aus unimprägnierten Hölzern gefertigt!
Ständig wechselnde Tipps, Erklärungen und Anmerkungen zu Artikeln aus unserem Angebot sowie weiterführende Themen erfahren Sie hier.
Höhlenbrüter
Höhlenbrüter sind Vögel, die ihre Nester in Höhlungen bauen. Je nach Spezies werden dafür entweder bereits vorhandene Höhlungen genutzt, z. B. in hohlen Bäumen, Felsspalten, Mauerlöchern und Erdhöhlen, oder es werden eigens Höhlen angelegt. Dennoch handelt es sich bei Höhlenbrüter nicht um einen im engeren, wissenschaftlichen Sinne ornithologisch systematisierenden Begriff. Stehen natürliche Höhlungen nicht oder nur in nicht ausreichender Zahl zur Verfügung, kann man einigen Höhlenbrüter-Arten durch das Aufhängen von Nistkästen eine geeignete Nistmöglichkeit bieten. Zu diesen Vogelarten gehören neben vielen anderen fast alle Meisenarten, z. B. Kohlmeise und Blaumeise, der Kleiber, der Star, Haus- und Feldsperling, Trauer- und Halsbandschnäpper und der Gartenrotschwanz, der aber auch als sogenannter Nischenbrüter anzutreffen ist. Der Wendehals ist der einzige Specht, der seine Bruthöhle nicht selbst in Baumstämme meißelt.

„Eigentlich hat der Mensch um diese Zeit nichts da draußen zu suchen“, betont Karin Hohl vor dem gemeinsamen Aufbruch zur Waldwanderung im Taschenlampenschein. Dient die Expedition Lernzwecken, werden ab und zu Ausnahmen gemacht. „Wir gehen ins Wohnzimmer der Tiere“, wendet sich die Leiterin des Natur und Umweltzentrums Vogtland in Oberlauterbach (NUZ) an die Jüngsten unter den knapp 20 Gästen.Also müsse auf ganz leisen Sohlen gelaufen werden. Denn dort ist nach Einbruch der Dunkelheit entweder Nachtruhe oder Jagen üblich – und der Mensch ein Störfaktor.
Sich vorwärtsbewegen wie eine Wildkatze lautete das Prinzip, dabei die Umgebung mit allen Sinnen erfassen. Die mussten nach kurzem Vortrag über den scheuen Lauerjäger erstmal geschärft werden, unter anderem mit einem Schnüffeltest. „Wir stellen immer wieder fest, dass es uns schon schwer fällt,Gerüche auseinanderzuhalten“, erklärte Hohl. „Wildkatzen besitzen dagegen noch alles, was wir nicht mehr haben. Sie hören und riechen sehr gut und können sich unwahrscheinlich gut orientieren.
“ Bevor sich das Grüppchen auf die Socken machte, wurde gebastelt: Wildkatzen aus Holzscheiben und Filz. Mit von der Partie war Domenik Kropf, ein Feriengast aus der Nähe von Leipzig und Stammgast im Umweltzentrum. „Ich bin schon letztes Jahr hier gewesen“, erzählt er. Mit dem Programmablauf vertraut, konnte der Achtjährige sagen, welcher Teil ihm besonders zusagt: die Stärkung am Lagerfeuer nach dem Ausflug.
Die Wanderung war die zweite dieser Art im NUZ. Vor einem Jahr stand der Wolf im Mittelpunkt. Die Wildkatze habe man wegen dem Totfund im April 2011 bei Bergen gewählt, berichtet Karin Hohl. Sie ist als Koordinatorin für Großraubsäuger im Vogtlandkreis fest in ein wissenschaftliches Monitoring-Programm zur Ermittlung der Wildkatzen- Verbreitung eingebunden und zuversichtlich, weitere Tiere innerhalb der Region lokalisieren zu können. Aufgrund seiner abwechslungsreichen Landschaft sei das Vogtland ein geeigneter Lebensraum.
Allerdings ist man auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. „Wir hoffen dass sich Leutemelden, wenn sie Sichtungen machen, die auf eine Wildkatze hindeuten könnten“, so Hohl. Zu den Erkennungsmerkmalen zählen ein im Gegensatz zur wildfarbenen Hauskatze stämmiger Körperbau, die verwaschene Fellzeichnung und ein buschiger, deutlich geringelter, stumpf endender Schwanz.
FP 20.02.2012
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß

Ein abgelaufener Wandkalender muss nicht zwangsläufig in den Müll wandern. Zerlegt und gefaltet, kann er am Hals eine gute Figur machen – als Kette. Das jedenfalls haben die Ferienkinder im Oberlauterbacher Natur- und Umweltzentrum (NUZ) diese Woche gelernt. Und noch viel mehr: Aus Holzscheiben lassen sich prima Kreisel bauen oder leere Flaschen mit etwas Fantasie und Abfall aus Haushalt, Garten, Werkstatt und Natur zu dekorativen Vasen umfunktionieren.
Lisa, Marie, Niklas und die anderen Gastbastler sind sich einig: Bevor Ausgedientes zu Hause in die Tonnen fällt, wird es von nun an auf seine Weiterverwertbarkeit überprüft. Denn die kann richtig spannend sein. Dass sich Verbraucher Gedanken darüber machen, welchen Weg Verpackungen nach der Entsorgung gehen, ist keine Selbstverständlichkeit, beklagt NUZ-Mitarbeiterin Petra Pflugbeil. Deshalb habe man den Thementag „Einfälle statt Abfälle“ ins Programm aufgenommen. Er ist Bestandteil des vor sechs Jahren an der Einrichtung gestarteten Projektes „Bündnis gegen Müll“. Dabei werden entweder im NUZ oder in Kindergärten und Schulen junge Menschen für die Abfall- Problematik sensibilisiert.
„In Schulen ist das Thema Müll im Lehrstoff schon enthalten“, weiß Pflugbeil. „Es kommt aber darauf an, ob es der Lehrer auch für wichtig hält.“ Ist das der Fall, „kommen die Kinder mit einer ganz anderen Erwartungshaltung her“, weiß Petra Pflugbeil aus Erfahrung.
Unterstützung bei der Umweltbildung wünschen sich die NUZ Mitarbeiter auch von Betrieben der Region. „Material sammeln für zig Schulklassen ist unmöglich“, erklärt Pflugbeil und denkt an Dinge, die sich zum Basteln eignen und überlassen werden könnten, anstatt entsorgt zu werden. „Wir stellen auch gerne Spendenquittungen aus.
“ Wie viel Abfall sich der Verbraucher ins Haus holt, kann er bereits beim Kauf bestimmen, ergänzt NUZ-Chefin Karin Hohl. „So gut es geht auf Kombi-Packungen verzichten, wo verschiedene Materialien drin stecken“, rät sie. Ihrer Ansicht nach sind Kinder am empfänglichsten, wenn es darum geht, sich mit den Auswirkungen der Wegwerfgesellschaft auseinanderzusetzen. „Sie haben keine Berührungsängste mit dem Thema und können Multiplikatoren sein.“
FP 15.02.2012
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß

Adventsstimmung und Gemütlichkeit, Bastelspaß und Naturschutz hat die Hofweihnacht im Umweltzentrum Oberlauterbach unter einem Dach vereint.
Wer sich allen Angeboten der Hofweihnacht in Oberlauterbach ausführlich widmen und die Leckereien probieren wollte, musste viel Zeit mitbringen: Weihnachtsdekoration und Schmuck basteln, Figuren bemalen, in Bücherstapeln stöbern und Korbflechten lernen. Den vorgebackenen Butterplätzchen-Berg abtragen helfen, Monde und Weihnachtsmänner mit chemiefreien Verzierungen aufpeppen. Im Spinnstübel und bei einem Märchenerzähler halt machen, nach gegrillter oder geräucherter Wurst anstehen. Am Nachmittag war zwischen den Ständen, in allen Zimmerchen und Gängen fast kein Durchkommen mehr. Für das Bewältigen ihres Pensums hatten sich die Mitarbeiter vom Natur- und Umweltzentrum Vogtland (NUZ) noch mehr Schausteller als zur ersten Hofweihnacht im vergangenen Jahr an die Seite geholt. Wieder mit von der Partie: der Kindergarten. Diesmal hatten sich die „Lauterbacher Strolche“ für Mundart-Gedichte entschieden. In der Zwischenzeit bemühten sich ihre Mütter, dem Ansturm am Waffeleisen Herr zu werden. Ähnliche Sorgen plagten Hartmut Volkmar. Der Sonneberger machte Träume nicht weniger Kinder wahr: ein Plüschtier aus eigener Produktion. Nur die Hüllen waren vorgefertigt. „Aussuchen, ausstopfen, Herz rein, zunähen, dann wird gewogen und gemessen“, erklärte er den Ablauf. Alle Eckdaten wurden auf einer druckfrischen Geburtsurkunde vermerkt. Der Verbundenheit mit dem NUZ wegen habe er den Weihnachtsmarkt in Sonneberg „extra sausen lassen“, erzählte der Manufaktur-Geschäftsführer. An einer Hobelbank richtete sich Rolf Schallau ein. Sonst vor allem als NUZ-Imker bekannt, umgab er sich am Samstag mit kleinen Scheibchen und Stückchen von Flieder-, und Kirschbaum, Eibe, Traubenkirsche und Maulbeerbaum für die Schmuckherstellung. Eine andere gute Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, fand er. Denn das Kreativangebot hatte einen tieferen Sinn. „Mein Ziel ist es, dass sich die Menschen wieder mit dem Baum beschäftigen, seine Schönheit erkennen und sehen, was sich daraus machen lässt.“ Auch an Informationen sparte Schallau nicht: „Man sollte beim Abholzen bedenken, dass Bäume Schmutz, Quecksilber und Schwermetalle aus der Luft herausfiltern.“ Kurz vor dem Fest einen Gang zurückschalten und den Familiengedanken vornan stellen, heißt das Hofweihnachts-Motto. „Jeder kann sich fast überall einbringen“, so NUZ-Leiterin Karin Hohl. Das gefiel auch Andreas, Melanie und der kleinen Leah Ansorge aus Rodewisch. „Hier kann man so viel ausprobieren, und es ist gemütlicher als auf anderen Weihnachtsmärkten. Nässe und Kälte sind kein Thema.“
FP 12.12.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß

Was, in Vietnam
wird Kaffee angebaut? Fast immer,
wenn Hellmut Naderer von seinen
Erlebnissen berichtet, hört er diese
Frage. Vietnam sei nach Brasilien
zweitgrößter Kaffeeproduzent weltweit,
entgegnet er darauf. Dass es so
weit kam, dazu leisteten auch der
Hartmannsgrüner und seine Frau
Ursula einen wichtigen Beitrag.
1984 hatten sie ihren Arbeitsplatz
für über ein Jahr von der LPG Pflanzenproduktion
Oelsnitz nach Südostasien
verlegt. Anfang 2010 besuchten
sie Vietnam noch einmal.
Mit Fotomaterial brachte Naderer
vorgestern einem kleinem, interessiertem
Publikum Land, Leute und
den Kaffeeanbau gestern und heute
nahe.
Der Vortragende kommt beim Erinnern
prima ohne bildliche Unterstützung
aus. „Die Eindrücke waren
so tief, dass ich auch nach langer
Zeit kein Detail vergessen habe“,
freut er sich. Als damals Entwicklungshelfer
gesucht wurden, hoben
Hellmut und Ursula Naderer fest
entschlossen die Hand. „Jeder Bezirk
der DDR musste ein 30-Mann-Team
zusammenstellen“, erklärt er. Beide
verfügten als Diplom-Agraringenieure
mit einem Aufbaustudium im
Fach Tropische Landwirtschaft über
optimale Voraussetzungen. Während
man ihn als Berater für Planung
und Leitung großer Agrarbetriebe
einsetzte, fungierte sie als
Ansprechpartnerin für Pflanzenschutz,
Düngung und Qualität.
„Die DDR hat mehrere Entwicklungshilfsprojekte
auf den Weg gebracht“,
berichtet Hellmut Naderer.
Beim Kaffeeabkommen sei ein Kredit
zu günstigen Zinsbedingungen
an Vietnam ausgereicht worden. Daraufhin
kaufte Vietnam von der
DDR diverse Güter. „Die Kreditrückzahlung
erfolgte dann über Kaffee“,
schildert der heute 68-jährige Landwirt
die Anfänge der Handelsbeziehungen
zwischen den beiden Ländern.
„Als letzter Punkt war dabei
angehängt: Die DDR entsendet
Spezialisten.“
Mit dem Ortswechsel zum Kaffeekombinat
DDR-Vietnam in der
Hauptanbauprovinz Dac Lac betrat
Naderer doppelt Neuland. „Ich habe
bis dahin noch nicht mal Kaffee getrunken“,
sagt er – und schmunzelt.
Denn das, was in Vietnam in die Tassen
kommt, kennt kaum Gemeinsamkeiten
mit der deutschen Version
und hat es in sich: „Sechs Teelöffel
Kaffee, 70 Milliliter Wasser,
dazu süße Kondensmilch“, beschreibt
er in der früheren Kolonialzeit
entstandene Gewohnheiten.
„Die Vietnamesen haben das
Kaffeetrinken von den Franzosen
gelernt“, versucht Hellmut Naderer
den lieb gewonnenen Geschmack in
Worte zu fassen. Er selbst lernte vor
Ort noch ganz andere Dinge. „Vor
allem, dass man mit sehr viel weniger
glücklich werden kann, als wir
glauben zu brauchen.“
FP 29.10.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Joachim Thoß

Es sieht recht einfach aus: „Schnurmachen, Rolle öffnen, pendeln lassen, dann müsst ihr die Scheibe treffen“, erklärt Jörg Schetelich. Fast so simpel, wie es anmutet, ist es auch, findet der stellvertretende Vorsitzende vom Vogtländischen Angelverein. Jedenfalls sei das erfolgreiche Zielen auf die Scheibe „mit geringem Übungsaufwand zu lernen“. Auch Fabian Siegemund und Leonard Schröder, beide absolute Neulinge am Sportgerät, haben den Dreh schnell raus. Nach gut fünf Minuten ist der große Wurf gelungen. Und Jörg Schetelich zufrieden.
Vereine werben Nachwuchs
Eine ganze Reihe Teich- und Gutshoffestbesucher im Natur- und Umweltzentrum versuchte sich an der Angel. Von guten Ergebnissen berichtete Schetelich auch, wenn er nach Vertretern der heimischen Fischwelt fragte: nach Plötze,Hecht, Zander, Wels, Karpfen, Rotfeder, Güster und anderen. „Die üblichen Speisefischarten sind bekannt“, freute sich der Plauener. Hauptgrund für seine Präsenz war jedoch die Nachwuchswerbung. „Unser Verein ist überaltert“, beklagt er. „Viele Angler sind im Rentenalter, und es kommen immer weniger Jugendliche nach.“ Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat sich der Vogtländische mit dem Plauener Angelverein zusammengetan. Selbst aktivwerden dürfen junge Interessenten ab dem neunten Lebensjahr. „Dann kann man den Jugendfischereischein erwerben“, schildert Schetelich die Gesetzeslage. „Darunter kann man zwar mitgehen, darf auch werfen und den Fisch ran holen, aber nicht Keschern und töten.“ Fangfrischer Fisch ging am Samstag im Umweltzentrum reichlich über die Theke. Schon kurz nach Mittag war Matthias Weinhold von der Fischereigenossenschaft Plauen ausverkauft: Alle Karpfen, Forellen, Hechte, Schleien und ein großer Wels waren in den Tüten der Festgäste gelandet, nur Räucherware war noch zu haben. Fische aus heimischen Gewässern könne man getrost essen, erklärte NUZ-Leiterin Karin Hohl. „Hier handelt es sich um regionale Kreisläufe, die Tiere werden nicht geschunden. Alles andere sind ökologische Katastrophen. Der Verbraucher hat die Wahl, und er muss sich damit beschäftigen.“ Auch wenn das Besucheraufkommen wetterbedingt hinter dem vergangener Jahre zurückblieb, zogen die Veranstalter positive Bilanz. Schließlich gab es genug Dächer über dem Kopf: Kinder vergnügten sich an Basteltischen, Ältere rückten bei Musik, Wildbeeren- und Edelfischsuppe, Imbissen von Direktvermarktern, Kuchen, Kaffee und Glühwein enger zusammen.
FP 10.10.2011
Text - Sylvia Dienel
Foto - Silke Keller-Thoß